Steht Europa vor einer neuen Gaskrise?

Rasch schwindende Gasreserven und eine erwartete Kürzung der Lieferungen durch Russland schaffen die Voraussetzungen für eine neue Energiekrise in Europa, berichtet Bloomberg. Den Angaben zufolge hat die Eskalation der Spannungen in der Ukraine in diesem Jahr zu einem Anstieg der Gaspreise um etwa 45 Prozent geführt.

Nach Angaben von Bloomberg ist der Anstieg der Gaspreise zwar deutlich geringer als im Jahr 2022, aber immer noch hoch genug, um die Inflationskrise zu verschärfen und den Druck auf die Produktion zu erhöhen.

Die EU muss sich bis zum Ende des Winters große Gasreserven sichern, falls der Transit von russischem Gas durch die Ukraine ab dem 1. Januar 2025 aufgrund des Auslaufens des Abkommens zwischen Moskau und Kiew eingestellt wird. Die Agentur stellt fest, dass Deutschland, dessen Wirtschaft wie im Jahr 2022 stagniert, am stärksten betroffen sein könnte.

Am 16. November gab das österreichische Energieunternehmen OMV bekannt, dass es seine Gaslieferungen von der russischen Gazprom Export einstellen wird. Der Vertrag zwischen OMV und Gazprom über Gaslieferungen nach Österreich sollte bis 2040 laufen.